Wann das mit der Musik angefangen hat – kann ich nicht erinnern. Das Gute-Nacht-Lied meiner Mutter ja wahrscheinlich . Oder

mit den Kindergartenliedern: Aprikose in der Hose, Schokolade im Schuh.. .Kasetten , CDs  – alles was durch die Ohren reingeht. Und dann ein Schlagzeug zu Weihnachten!!! Wenn ich jetzt daran denke, erinnere ich mich an dieses erste grandiose Gefühl des Draufhauens , das dann in der nächsten Zeit einer gewissen trockenen Langeweile gewichen ist, weil es meistens immer genauso klang wie gestern,  nur dass auch noch die Stöcke oder das Fell kaputt waren. Bis es irgendwann abgenutzt und verbogen unterm Bett oder in einer Ecke lag.
Dann kam das Saxophon und mit ihm ein endlos freundlicher und geduldiger Ole. Sein Saxophon klang so schön, wenn er spielte und jeden Donnerstag klang es bei mir nicht ganz so schön aber manchmal  kriegten wir zusammen sowas hin wie Swing. Bloss üben – das konnte ich einfach nicht. Mir war ja auch klar, dass es sehr viel mehr swingen würde, wenn ich jeden Tag auch nur 20 minuten üben würde, aber es ging einfach nicht.

Da war ja auch noch Eishockey in Halbnorddeutschland bis in die Tschechoslowakai. Und dann war ich 14 und der breakdance brach übrr uns herein: Wochen, Monate, Jahre …. Immer. Es kam der Dj dazu -da brauchten sie mal einen und ich „durfte“ und später „sollte“ ich dann und “wollte” bis es dann zuviel wurde. Diese grossen Feiern zum 3.Oktober – schon okay und auch Kohle aber irgendwann genug.
Doch für mich war immer noch nicht genug Musik. Und dann Praktikum beim NDR!

So viel Neues: Technik, Elektronik, Zusammenarbeit und eine sensationelle Erkenntnis: das Hören. Eigentlich erst nach all diesen Jahren merkte ich, wie unglaublich wichtig das Hören ist – das Hören von Allem, vom Flüstern und Schreien, von 1111 Stimmen, Kinderlachen ,Maschinengekreisch und all den unendlichen Haupt- ind Zwischentönen auf der Strasse, zu hause , auf dem Markt im Supermarkt und Hauptbahnhof, Flugplatz und Wiese und Wald.

Nach dem Fachabitur gab’s für mich nur eins : Besuch der Sae (wie heisst die Schule ausfuehrlich?(davon weiss ich nichts, musst Du ein bisschen schildern, was Du da gelernt hast) auch das mit den Ohrstoepseln, Praktikum in Berlin,
Mit 20 Jahren fing an, ich bei Lukulule, einem Gemeinnützigen Verein, Breakdance Unterricht für Jugendliche zu geben. Aus diesem Engagement  wurde schnell mehr und ich wurde Projektleiter für verschiedene Musiktheaterstücke mit einem Ensemble von 50 Jugendlichen (PABLO,SOULTRAIN, 12 YARDS). Neben der Projektleitung war ich auch für die Musikproduktion der Stücke verantwortlich. inzwischen habe ich die Projektleitung abgeben, um mich ausschließlich auf die Musikproduktion meiner eigenen Projekte und der Lukululestücke zu konzentrieren. Ich habe mir ein kleines eigenes Studio gebaut, dass ich ständig technisch erweitere . Und jetzt natürlich: Band gründen, produzieren, Arbeit suchen , mit anderen produzieren, Neues machen und erfinden.

Soo spannend –  kommt mit, ruft an, wenn Ihr Ideen habt : viellicht kriegen wir was gemeinsam verwirklicht.

Fritz Darjes